Chromebook Spin 13: Edles Notebook mit Software-Bremse




Tobias Költzsch | Golem.de
10.02.2019 – 17:00 | 0

Inhaltsverzeichnis

  • Das Äußere
  • Die Technik
  • Software & Fazit

Chromebook Spin 13: Edles Notebook mit Software-Bremse

(c) Acer

Bei Chromebooks denken viele an billige, knarzende Laptops – das Spin 13 von Acer ist anders. Wir haben es einen Monat lang verwendet – und uns am Ende gefragt, ob der veranschlagte Preis für ein Notebook mit Chrome OS wirklich gerechtfertigt ist.

Außerhalb Deutschlands ist Chrome OS, Googles auf dem Chrome-Browser basierendes Notebook- und Tablet-Betriebssystem, durchaus erfolgreich – etwa in US-amerikanischen Schulen. Hierzulande hat sich das System bisher hingegen noch nicht richtig durchgesetzt, was nicht nur daran liegt, dass Chrome OS tendenziell eher unterschätzt wird.

Viele Chromebooks, die in Deutschland erhältlich sind, sind qualitativ eher der Einsteigerklasse zuzuordnen und entsprechend tendenziell eher schwach ausgestattet und lausig verarbeitet. Hochwertige Chromebooks wie Googles Pixel Books waren offiziell nie in Deutschland erhältlich. Auch das neue Pixel Slate gibt es hierzulande nicht zu kaufen.

 Das Acer Chromebook Spin 13 | (c) Golem.de

Das Acer Chromebook Spin 13 | (c) Golem.de

Acers Chromebook Spin 13 hingegen ist mittlerweile in Deutschland erhältlich und unterscheidet sich merklich von den teilweise billig gefertigten Chrome-OS-Geräten. Es ist aus Metall, hat einen großen, sehr guten Touchscreen, eine vernünftige Tastatur und kommt mit einem aktuellen Core i5-Prozessor. Im Langzeittest haben wir uns angeschaut, wie es sich mittlerweile mit Chrome OS arbeitet und waren mit dem Notebook sogar auf einer Messe unterwegs. Dabei hat sich gezeigt: Wer ein gutes Office-Notebook möchte, macht mit Chrome OS an sich nichts falsch, was auch an der Android- und Linux-Kompatibilität liegt. Da diese aber ihre Grenzen hat, ist das Nutzungsspektrum eines Chrome-OS-Gerätes immer noch begrenzt – was angesichts des Preises ein Problem ist.

Edles Gerät mit angeschrägten Kanten

Das Spin 13 ist ein edles Gerät: Das Gehäuse ist aus Metall und hat leicht angeschrägte Kanten. Das Display ist 13,5 Zoll groß und hat eine Auflösung von 2.256 x 1.504 Pixel – Acer verwendet bei dem Notebook also ein 3-zu-2-Format. Der Bildschirm hat eine gute Farbwiedergabe und ist hell genug, um auch bei Sonneneinstrahlung noch Bildschirminhalte gut lesbar anzuzeigen. Störend finden wir die starke Spiegelung des Displays.

Das Gelenk, das das Display mit der Tastatureinheit verbindet, ist ziemlich fest. Das führt bei uns dazu, dass wir Probleme haben, das Notebook mit einer Hand aufzuklappen. Das liegt auch an der wenig hilfreichen, da viel zu kleinen Aussparung an der Vorderseite des Gerätes. Das Display können wir um 360 Grad nach hinten drehen, daher der Name “Spin”. Dann lässt sich das Gerät als großes Tablet verwenden.

Dem Spin 13 liegt ein Eingabestift bei, der auf Wacoms EMR-Technologie basiert. Der Stift ist im Gehäuse untergebracht, dürfte also nicht so leicht verloren gehen. Den Stift können wir beispielsweise für handschriftliche Texteingaben oder Zeichnungen verwenden. Die Latenz ist größer als etwa bei einem Apple Pencil auf einem iPad, aber noch gut genug, um mit dem Stift schreiben zu können.

Gute Versorgung mit Anschlüssen

Gut gefällt uns die Anzahl der Anschlüsse beim Spin 13. Anders als manch anderer Windows-PC oder die aktuellen Macbooks bietet das Chromebook eine Vielzahl an Anschlüssen: Links und rechts stehen jeweils ein USB-C-Anschluss zur Verfügung, die USB 3.1 und Displayport unterstützen. Außerdem können beide Anschlüsse zum Laden verwendet werden, das Chromebook unterstützt Power Delivery mit 45 bis 60 Watt. Zusätzlich gibt es einen USB-A-Anschluss, ebenfalls mit USB 3.1, und einen Micro-SD-Steckplatz.

Themen: Android

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