Freenet TV USB-Stick für DVB-T2 im Test – connect




Mit dem USB-Stick von Freenet TV lässt sich das Programmangebot des neuen Sendestandards DVB-T2 HD auch auf Mac- und Windows-Notebooks empfangen. connect hat den Empfangs-Stick ausprobiert.

Freenet TV USB-Stick für DVB-T2

© Freenet TV

Freenet TV USB-Stick für DVB-T2

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EUR 55,99

Pro

  • stabile Software
  • einfache Nutzerführung
  • EPG und Videotext

Contra

  • keine Aufnahmefunktion
  • bei schwachem Signal zusätzliche Antenne notwendig
  • saugt stark am Notebook-Akku

Fazit

connect Praxistest: 4 Sterne (Leistung: 3 Sterne, Ausstattung: 4 Sterne, Bedienung: 5 Sterne

Gut

Zeitgleich mit der Umstellung auf den Sendestandard DVB-T2 HD Ende März 2017 stellte Freenet TV seinen USB-Stick für den Empfang der neuen Angebote per Notebook vor. Im Kaufpreis von 60 Euro ist ein Monat Empfang der Pay-TV-HD-Sender enthalten. Anschließend kostet der Empfang der verschlüsselten Sender 69 Euro pro Jahr. 

Der Stick läuft unter Windows 7, 8 oder 10 oder ab Mac OS 10.9, die aktuellste Software gibt’s auf der Webseite von Freenet TV​ zum Download. Beim Programmstart sucht die App künftig selbstständig nach Updates.​

Aufgeräumte, aber stark reduzierte Software

Im Praxistest gefiel uns die aufgeräumte und stabile Software. Die Bedienerführung konzentriert sich aufs Wesentliche, nämlich das laufende TV-Programm. Außerdem lassen sich ein elektronischer Programmführer (EPG) und Videotext anzeigen. Schade ist, dass es – zumindest bislang – keinerlei Aufnahmefunktion gibt. Deshalb wird auch das bei Digital-TV beliebte und nützliche Timeshift nicht unterstützt.

Wichtiger Praxistipp: Bis der Empfang der verschlüsselten Programme gelingt, muss man die Software einige Zeit laufen lassen. Denn es kann bis zu zwei Stunden dauern, bis der USB-Stick sein individuelles Freischaltkommando empfangen hat.​

Zudem gelingt der Empfang mit der mitgelieferten Doppel-Stabantenne nur bei starkem Signal – in Stuttgart etwa in der Innenstadt. Wer in Randlagen des Versorgungsgebiets mobil fernsehen will, benötigt zusätzlich eine aktive Zimmer- oder Außenantenne mit Verstärker.

Im Praxistest fiel uns außerdem auf, dass der TV-Empfang Notebook-Akkus recht schnell leer saugt. Ein MacBook Pro, Modelljahr 2013, hielt bei laufender DVB-T2-Wiedergabe rund zwei Stunden durch. Eine Ursache dafür ist vermutlich, dass die Decodierung der H.265-Signale bislang allein über den Prozessor erfolgt und die energieeffizientere Nutzung des Grafikchips außen vor lässt. Insofern könnten zukünftige Software-Updates die erzielbare Laufzeit ohne Anschluss an eine Stromsteckdose möglicherweise verlängern.​